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KI-Klone von Indie-Spielen: Valve rät zu Community und Updates statt Verboten

Indie-Studios melden KI-Nachbauten ihrer Demos und sogar Erpressermails. Valve will KI auf Steam trotzdem nicht verbieten und setzt auf Updates.

Illustration: Entwicklerschreibtisch mit zwei Monitoren, links ein Pixel-Kochspiel, rechts eine verzerrte digitale Kopie davon

Mich beschäftigt diese Meldung mehr als die meisten KI-News, weil sie genau die kleinen Studios trifft, deren Spiele ich am liebsten spiele. Wie heise berichtet, haben sich Indie-Entwickler bei Valve über KI-generierte Klone ihrer Spiele beschwert. Valves Antwort: Community aufbauen und das eigene Spiel ständig weiterentwickeln.

Erpressermails und zurückgezogene Demos

Bei der Veranstaltung „Steam Indie Connect“ für koreanische Studios erzählte ein Entwickler, dass Indie-Teams Erpressermails bekommen hätten. Die Drohung: Wer nicht zahlt, dessen Spiel wird per KI nachgebaut und vor dem Original veröffentlicht. Das koreanische Zwei-Personen-Studio YNOT soll die Demo seines Kochspiels „Spookitchen“ kurz vor dem Next Fest zurückgezogen haben, nachdem es von einem KI-Klon erfahren hatte. Bei einem anderen Studio ging es laut Bericht um eine Forderung von 200 US-Dollar.

Was Valve dazu sagt

Tom Giardino aus Valves Steam-Business-Team sagte, Valve wolle kein Gatekeeper sein und Studios keine Werkzeuge vorschreiben. Klone habe es schon immer gegeben, KI mache sie nur schneller. Die beste Verteidigung sei das Vertrauen einer eigenen Community und regelmäßige Updates: Eine einzelne Mechanik lasse sich leicht kopieren, ein Spiel, das ständig wächst, dagegen nicht. Erpressungen seien eher ein Fall für die Polizei, gemeldete Fälle wolle Valve aber prüfen.

Meine Meinung

Der Vergleich mit Valves Umgang mit Raubkopien klingt vernünftig. Ich finde ihn für Zwei-Personen-Teams trotzdem etwas bequem, denn eine treue Community wächst nicht in den paar Wochen zwischen Demo und Release. Wenn Studios aus Angst ihre Demos zurückhalten, verlieren am Ende auch wir Spieler. Ich hoffe, Valve meint das mit dem Prüfen der Fälle ernst.

Quelle: heise.de

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