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Rekord bei Rechenzentren, trotzdem abgehängt: Wie viel KI-Rechenleistung Deutschland wirklich hat

Bitkom-Studie: 23,5 Milliarden Euro fließen 2026 in deutsche Rechenzentren, doch USA und China wachsen in ganz anderen Dimensionen.

Illustration: Gang eines Rechenzentrums mit leuchtenden Serverschränken, durch ein Fenster Windräder und Strommasten im Abendlicht

Wenn wir über KI reden, geht es meist um Modelle und Chatbots. Dabei entscheidet sich viel eine Etage tiefer: in den Hallen voller Server, die das alles erst rechnen. Eine neue Studie des Borderstep Instituts im Auftrag des Branchenverbands Bitkom, über die heise berichtet, zeigt dazu ein zwiespältiges Bild für Deutschland.

Die wichtigsten Zahlen

  • Die Investitionen in deutsche Rechenzentren steigen 2026 um 57 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro, davon rund 18 Milliarden für Server und Speicher.
  • Die IT-Anschlussleistung wächst auf 3.300 Megawatt, bis 2035 sollen es rund 9.700 MW werden.
  • Etwa 20 Prozent der Kapazität entfallen heute auf KI und Hochleistungsrechnen, 2035 sollen es 55 Prozent sein.
  • Zum Vergleich: Die USA lagen schon 2025 bei rund 47 Gigawatt, China bei 22 GW. Ganz Europa soll 2035 auf etwa 37 GW kommen.

Auch das eigene Ziel der Bundesregierung, die Kapazität bis 2030 auf rund 6.000 MW zu verdoppeln, dürfte laut Trendprognose knapp verfehlt werden. Innerhalb Deutschlands bleibt Hessen rund um Frankfurt klar vorn, während Brandenburg mit über 1.300 MW im Bau zum Aufsteiger wird.

Warum mich das interessiert

Spannend finde ich weniger die Rekordsumme als das Profil, das die befragten Fachleute zeichnen: Statt riesiger Allzweckmodelle erwarten 68 Prozent hierzulande vor allem das Training kleinerer, spezialisierter Modelle, viele sehen Deutschland bei industrieller KI in Maschinen und Fabriken. Das klingt realistischer als der Versuch, mit Gigawatt-Campussen in den USA mitzuhalten.

Der Preis dafür ist Strom: Rund 23 Milliarden Kilowattstunden brauchen Rechenzentren und kleinere IT-Anlagen 2026, bis 2035 könnten es 56 bis 70 Milliarden werden. Effizientere Server und bessere Kühlung bremsen den Anstieg, stoppen ihn aber nicht. Der Bitkom fordert deshalb günstigere Strompreise, schnelleren Netzausbau und kürzere Genehmigungen. Ob Berlin liefert, bezweifelt die Branche selbst: Nur 20 Prozent der Befragten glauben an eine rasche Umsetzung der Rechenzentrumsstrategie.

Die Details stehen im Bericht bei heise online.

Quelle: heise.de

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