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Aus für Astragon Development: Das Seafarer-Studio in Hamm macht Ende November dicht

Astragon schließt sein Entwicklerstudio in Hamm, rund 30 Jobs fallen weg. Damit endet eine Linie, die bis zu Independent Arts im Jahr 1990 zurückreicht.

Illustration: ein verlassenes Großraumbüro eines Spielestudios in der Abenddämmerung, Umzugskartons auf den Stühlen, auf einem Monitor ein Frachtschiff im Sturm

Eine Nachricht aus der deutschen Spielebranche, die mich heute ziemlich runterzieht: Astragon Entertainment aus Düsseldorf schließt sein eigenes Entwicklerstudio Astragon Development in Hamm. Bis Ende November soll der Betrieb heruntergefahren werden, berichtet heise unter Berufung auf eine Bestätigung des Publishers gegenüber dem Branchenmagazin GamesWirtschaft.

Die Fakten

  • Rund 30 Beschäftigte verlieren ihren Job, mit der Arbeitnehmervertretung sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.
  • Astragon will sich künftig ganz auf das Publishing konzentrieren, Geschäftsführer Tim Schmitz nennt den Schritt notwendig für die langfristige Absicherung.
  • Das letzte Projekt des Teams, Seafarer: The Ship Sim, kam nach knapp einem Jahr Early Access am 24. September als Vollversion für PC, PS5 und Xbox Series X/S heraus. Updates gibt es nur noch, solange das Studio arbeitet.

Warum mich das trifft

Das Studio war kein Neuling. Es ging aus Independent Arts hervor, gegründet 1990 und damit einer der ältesten Spieleentwickler Deutschlands. Jahrzehntelang hat das Team als Auftragsentwickler gearbeitet, unter anderem für Kalypso und Daedalic, bevor Astragon es 2023 für 3,5 Millionen Euro übernahm. Drei Jahre später ist Schluss.

Für Spielerinnen und Spieler heißt das vor allem: Wer Seafarer gerade erst angefangen hat, sollte nicht mehr mit großen Erweiterungen rechnen. Bitter ist das auch, weil der Bund die Entwicklung laut heise mit über 1,8 Millionen Euro aus der Games-Förderung unterstützt hat. Astragon selbst bleibt als Publisher von Reihen wie Bus Simulator und Construction Simulator bestehen.

Der Weg erinnert an Daedalic, das 2023 die eigene Entwicklung eingestellt hat und seitdem nur noch veröffentlicht. Dass ein weiteres traditionsreiches Haus diesen Schritt geht, zeigt, wie eng es für Entwicklung in Deutschland gerade ist. Den ganzen Bericht gibt es bei heise online.

Quelle: heise.de

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