Nachrichten

Otto Group testet KI-Roboter von Sereact für die Retourenabwicklung

Bis zu 25 zweiarmige Roboter mit dem Physical-AI-Modell Cortex sollen in einem Otto-Logistikzentrum Rücksendungen greifen, prüfen und sortieren.

Zwei stilisierte Roboterarme heben ein Paket von einem Förderband, umgeben von leuchtenden Datenpunkten

Wer viel online bestellt, schickt auch viel zurück. Was danach passiert, ist harte Handarbeit: Jede Rücksendung muss ausgepackt, erkannt, geprüft und richtig einsortiert werden. Genau hier setzen die Otto Group aus Hamburg und das Stuttgarter Robotik-Unternehmen Sereact jetzt an.

Der Plan

Laut Otto Group läuft das Projekt in zwei Phasen. Zuerst kommen zehn zweiarmige Robotersysteme in einem Logistikzentrum in Polen zum Einsatz. Wenn die ersten Ergebnisse passen, folgen 15 weitere, also insgesamt 25. Bewährt sich auch das, will der Konzern einen breiteren Einsatz in seinem Netz prüfen.

Was die Roboter können sollen

Das Herzstück ist Cortex, das Physical-AI-Modell von Sereact. Es soll auch Artikel greifen und einordnen, die es vorher nie gesehen hat, ohne dass jedes Produkt einzeln angelernt werden muss. Trainiert und getestet wird es mit NVIDIA-Werkzeugen wie Isaac Sim, Isaac Lab und Cosmos, damit neue Erkenntnisse aus der Linie schnell bei den Robotern ankommen. Sereact betreibt und wartet die Anlagen als Dienstleistung.

Warum ich das spannend finde

Retouren sind der Albtraum klassischer Automatisierung: Kleidung kommt zerknittert zurück, Verpackungen sind neu, das Sortiment ändert sich ständig. Wenn ein Modell damit zuverlässig klarkommt, ist das ein echter Schritt über die üblichen KI-Demos hinaus. Die Mitarbeitenden sollen dabei nicht verschwinden, sondern die Aufsicht, Sonderfälle und Qualitätskontrolle übernehmen. Ob das im Alltag so aufgeht, wird die erste Phase zeigen.

Alle Details gibt es in der Meldung der Otto Group.

Quelle: ottogroup.com

  • Otto Group
  • Sereact
  • Physical AI
  • Robotik
  • Retouren
  • Logistik
  • NVIDIA
  • KI