NachrichtenVeröffentlicht:
itch.io räumt auf: Terabyte an KI-Müll gelöscht, neuer No-AI-Filter in der Suche
Die Indie-Plattform itch.io hat massenhaft KI-generierte Inhalte entfernt und lässt KI-Projekte jetzt in der Suche ausblenden. Steam geht einen anderen Weg.

Wer auf itch.io nach kleinen Indie-Perlen, Visual Novels oder Fan-Projekten sucht, dürfte das gern hören: Die Plattform hat nach eigener Aussage „ein paar Terabyte KI-Slop“ gelöscht. Gleichzeitig lassen sich Projekte mit generativer KI jetzt auch direkt in den Suchergebnissen ausblenden. Darüber berichtet heise online.
Was passiert ist
Welche Inhalte genau verschwunden sind, verrät itch.io nicht. Ein Hinweis kam aber gleich hinterher: Nur weil man zehn Terabyte schlecht optimierter, KI-generierter Modelle hochladen könne, müsse man das noch lange nicht tun. Die Plattform erinnert an ihre Qualitätsrichtlinien, die schon seit über zwei Jahren eine Klausel gegen KI-Spam enthalten. Verboten ist KI dort nicht grundsätzlich, aber wer massenhaft generierte Ware hochlädt, fliegt raus.
Der Hintergrund: Die Zahl der täglich neu angelegten Spieleseiten hat sich nach Angaben von itch.io in zwei Monaten verdoppelt.
Der neue Filter
Mit dem „No AI“-Filter lassen sich Projekte ausblenden, bei denen die Entwickler den Einsatz generativer KI angegeben haben. Grundlage bleibt die Selbstauskunft. Neu ist, dass diese Angabe für Tabletop-Spiele, Bücher, Comics und Soundtracks Pflicht wird. Ohne ausgefülltes Formular lässt sich in diesen Rubriken keine Seite mehr anlegen oder bearbeiten. Für Assets gilt das schon länger.
Meine Einschätzung
Gerade für Comics und Soundtracks, wo viele Zeichner und Musiker aus der Anime- und Fan-Szene ihre Arbeiten anbieten, ist die Pflichtangabe ein echter Gewinn. Ein Filter ist natürlich nur so gut wie die Ehrlichkeit der Angaben. Trotzdem zeigt itch.io, dass eine Plattform Haltung zeigen kann, ohne KI komplett zu verbieten. Steam hat bislang keinen solchen Filter: Valve fragt zwar seit 2024 nach dem KI-Einsatz, überlässt die Werkzeugwahl aber den Studios. Mal sehen, ob der Druck auf Valve jetzt wächst.
Mehr dazu im Bericht von heise online.
Quelle: heise.de