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Göttingen und die Mongolei: Roboter sollen lernen wie das Gehirn
Die Uni Göttingen und eine mongolische Partneruni starten das Netzwerk NeCoAI. Ziel ist sparsamere KI für Roboter, die mit Menschen zusammenarbeiten.

Wenn ich über KI-Forschung lese, geht es meist um immer größere Modelle. Ein neues Projekt aus Göttingen schlägt die entgegengesetzte Richtung ein: Es will KI kleiner, kompakter und sparsamer machen, und zwar nach dem Vorbild unseres Gehirns.
Worum es geht
Die Universität Göttingen und die Mongolian University of Science and Technology bauen gemeinsam ein Forschungsnetzwerk auf. Es trägt den Namen NeCoAI, kurz für „Rekurrente Neuronale Rückkopplung für verbesserte KI bei Mensch-Roboter-Interaktion“. Die Idee: Unser Gehirn baut bei neuen Aufgaben nicht alles neu auf, sondern nutzt vorhandene Verbindungen und Rückkopplungsschleifen. Genau dieses Prinzip soll KI-Systeme effizienter machen. Am Ende sollen Roboter verschiedene Menschen erkennen, deren Rolle in einer Situation verstehen und passend reagieren können.
Was konkret geplant ist
Das Bundesforschungsministerium fördert die Aufbauphase ein Jahr lang mit 35.000 Euro. In dieser Zeit entstehen laut Universität eine Übersicht über Partner und Kompetenzen in beiden Ländern, gemeinsame Forschungsfragen und eine Roadmap. Außerdem sind Referenzarchitekturen für Roboterplattformen und ein Prototyp geplant, der zusammen mit einem Menschen verschiedene Aufgaben erledigt. Auch Austausch und gemeinsame Betreuung von Nachwuchsforschenden sind vorgesehen.
Meine Einordnung
35.000 Euro sind kein Riesenbudget, es geht hier eindeutig um den Start einer Zusammenarbeit. Trotzdem gefällt mir der Ansatz. Energieeffiziente KI wird wichtiger, je mehr Rechenleistung große Modelle verschlingen, und Roboter, die soziale Situationen einschätzen können, sind ein Thema mit Zukunft, ob in der Pflege oder in der Werkstatt. Vorgestellt hat das Projekt Prof. Florentin Wörgötter am 21. Oktober beim Deutsch-Mongolischen Wissenschaftstag in Berlin, als einer von fünf Finalisten eines Ideenwettbewerbs des Ministeriums.
Die vollständige Meldung gibt es bei der Universität Göttingen.
Quelle: uni-goettingen.de