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Google und Schulen: Ohne Freigabe der KI-Tools gibt es künftig auch keine Google-Suche
Google koppelt in US-Schulen den Zugang zur Suche an die eigenen KI-Funktionen. In New York regt sich Widerstand, und auch hierzulande lohnt ein genauer Blick.

Google zieht in US-Schulen eine klare Linie: Wer die KI-Funktionen des Konzerns für Schülerinnen und Schüler nicht freischaltet, bekommt auch die normale Google-Suche nicht. Das hat Google laut heise online gegenüber der New York Times bestätigt, kurz nachdem neue KI-Werkzeuge für den Unterricht vorgestellt wurden.
Was Google plant
Im Mittelpunkt steht die Funktion Guided Learning. Sie soll Lernende Schritt für Schritt zu einer Lösung führen, statt ihnen das Ergebnis einfach hinzuschreiben. Ein Pilotversuch an ausgewählten US-Schulen startet noch im November, in Google Classroom ist die Funktion schon weltweit verfügbar. Ab Anfang 2027 sollen solche KI-Funktionen für Schulkonten standardmäßig ausgeschaltet sein, die Schulleitung muss sie also aktiv einschalten.
Der Haken: Wer das nicht tut, verliert den Zugang zur Suche. Betroffen ist der gesamte Schulbereich vom Kindergarten bis zur zwölften Klasse. Schulen können die Suche zwar ohne weitere Gemini-Produkte freigeben, KI-Zusammenfassungen sind darin aber trotzdem enthalten.
Deutliche Kritik
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani wirft Google vor, seine Monopolstellung zu nutzen, um KI in öffentliche Schulen zu drücken. Die frühere FTC-Chefin Lina Khan sieht es ähnlich: Wer nicht mitmache, werde bestraft.
Meine Einschätzung
Auf dem Papier klingt „standardmäßig aus“ nach einem Zugeständnis. In der Praxis bleibt Schulen aber kaum eine echte Wahl, denn ohne Suchmaschine kommt heute kaum ein Unterricht aus. Für deutsche Schulen, die mit Google Workspace arbeiten, ist das ein Warnsignal. Datenschutzbeauftragte und Kultusministerien schauen bei Google ohnehin genau hin, und eine solche Kopplung dürfte die Debatte um digitale Souveränität im Klassenzimmer weiter anheizen. Ob Google das Modell auch nach Europa bringt, ist bisher offen.
Mehr dazu im Bericht von heise online.
Quelle: heise.de