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Göttingen startet drei neue KI-Gruppen, eine erforscht das Gefühl, die Kontrolle an die KI abzugeben

Am Campus-Institut Data Science starten drei KI-Gruppen: generative Modelle, Kontrollgefühl im Umgang mit KI und Simulationen für die Teilchenphysik.

Grafik mit zwei Punktwolken, die durch fließende Linien verbunden sind, darunter eine Hand an einem Schieberegler

Kennt ihr das Gefühl, wenn ein Text oder ein Stück Code mit KI-Hilfe entsteht und sich am Ende nicht mehr ganz wie das eigene anfühlt? Genau diesem Gefühl will sich jetzt eine neue Forschungsgruppe in Göttingen widmen. Die Universität hat am 28. Oktober bekanntgegeben, dass am Campus-Institut Data Science (CIDAS) in diesem Herbst gleich drei neue Gruppen zur Künstlichen Intelligenz starten.

Die drei Gruppen

  • Generative Modelle mit mathematischem Fundament: Der Mathematiker Dr. Johannes Hertrich leitet eine Gruppe zu flow-basierten generativen Modellen und optimalem Transport, also zu der Mathematik hinter Systemen, die neue Daten wie Bilder erzeugen. Gefördert wird sie im Emmy Noether-Programm der DFG, im Rahmen der Beteiligung am 1000-Köpfe-Plus-Programm des Bundes.
  • Kontrollgefühl bei natürlicher und künstlicher Intelligenz: Der Informatiker Dr. Alireza Modirshanechi, zuvor unter anderem am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen, untersucht, wie viel Kontrolle Menschen beim Arbeiten mit KI abgeben und wie viel sie behalten möchten. Auch diese Gruppe läuft im Emmy Noether-Programm.
  • KI für Teilchenphysik: Der Physiker Dr. Timo Janßen erhält über fünf Jahre rund 1,8 Millionen Euro vom Land Niedersachsen, um Simulationen von Teilchenkollisionen mit vertrauenswürdigen KI-Methoden zu beschleunigen, ohne die Ergebnisse zu verfälschen.

Warum mich die zweite Gruppe am meisten interessiert

Über Leistung und Kosten von KI wird viel gesprochen, über das Erleben der Menschen, die damit arbeiten, deutlich weniger. Wenn Systeme sich künftig danach richten könnten, wie viel Mitsprache jemand behalten will, wäre das ein echter Fortschritt, gerade für kreative Arbeit. Ich bin gespannt auf erste Ergebnisse, auch wenn bei einer sechsjährigen Förderung niemand schnelle Antworten erwarten sollte.

Die vollständige Mitteilung gibt es bei der Universität Göttingen.

Quelle: uni-goettingen.de

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