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FORVIA und Raiqon: KI soll bei HELLA bis zu 15.000 Anforderungen pro Projekt sortieren
FORVIA und das KI-Unternehmen Raiqon setzen Multi-Agenten-KI im Requirements Engineering ein, direkt in der IBM-DOORS-Umgebung bei FORVIA HELLA.

Wenn über KI im Auto gesprochen wird, geht es meistens um autonomes Fahren oder Sprachassistenten. Die Nachricht aus Lippstadt vom 29. Oktober dreht sich um etwas viel Unscheinbareres, das aber jeder kennt, der schon einmal in einem großen Entwicklungsprojekt saß: endlose Anforderungslisten. FORVIA, der Konzern hinter HELLA, hat dafür eine strategische Partnerschaft mit der Raiqon GmbH geschlossen.
Worum es geht
Im sogenannten Requirements Engineering wird festgelegt, was ein Produkt am Ende können muss. Laut FORVIA kommen bei komplexen Produkten bis zu 15.000 einzelne Anforderungen zusammen. Raiqons Multi-Agenten-Plattform soll hier die Fleißarbeit übernehmen:
- Anforderungen analysieren und ähnliche Einträge finden
- frühere Bewertungen wiederverwenden
- Widersprüche erkennen
- fehlende Verknüpfungen automatisch anlegen
Die Lösung läuft in FORVIAs abgesicherter IT-Umgebung, wird für FORVIA HELLA und Faurecia Clarion Electronics angepasst und hängt direkt an der vorhandenen IBM DOORS-Umgebung. Die Teams müssen also nicht auf ein neues Werkzeug umsteigen.
Warum ich das bemerkenswert finde
Mir gefällt, dass hier keine große Vision verkauft wird, sondern ein konkretes, langweilig klingendes Problem. Gerade in der Zulieferindustrie, wo Normen und Nachweise jeden Schritt begleiten, entscheidet so ein Werkzeug darüber, wie schnell ein neues Steuergerät fertig wird. Ob die KI wirklich verlässlich genug ist, um Fehler in Anforderungen zu finden statt neue einzubauen, wird sich im Alltag zeigen. Spannend ist auch, dass FORVIA das ausdrücklich als Teil seiner Umbauinitiative IGNITE sieht.
Alle Details stehen in der Pressemitteilung von FORVIA HELLA.
Quelle: hella.com